Behandlungserfolg

In Deutschland ist jede 7. – 10. Partnerschaft von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen. Und 1/3 aller Paare erleben eine mind. 12-monatige Episode der Kinderlosigkeit. Dabei liegt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Zyklus ohne eine Behandlung bei einem gesunden, jungen Paar mit 20 Jahren bei 40%. Jedoch spielt das Alter der Frau bei der Erfolgsrate eine große Rolle und somit sinkt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Zyklus auf 15 – 20% mit 30 – 35 Jahren.

Auch die Erfolgschancen einer ART-Behandlung sind individuell sehr verschieden und hängen vom Alter und den Vorerkrankungen ab. Das Deutsche IVF Register (DIR) berechnet jedes Jahr die durchschnittlichen Erfolgsaussichten für die Schwangerschaftsrate:
Verkehr zum Optimum und Insemination: ca. 10% bei Frauen unter 40 Jahren
IVF, ICSI: ca. 29-36% bei Frauen unter 40 Jahren

Bei einer IVF, ICSI Behandlung nimmt die Erfolgsrate mit der zunehmenden Zahl an Transfers zu. Diese Ergebnisse haben wir auch in unserer Praxis. Nach 6 Zyklen haben 65% der Paare ein Kind.
Quelle: Andrew, D. A. S. et. al.: Live-birth rate associated with repeat In Vitro fertilization Treatment Cycles; JAMA. 2015, 314(15):2654-2662).

Klinische Schwangerschaften pro Transfer
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Klinische Schwangerschaften pro Transfer. Der entscheidende Punkt ist aber die Erfolgsaussicht auf die Geburt eines Kindes. Zu berücksichtigen ist somit nicht nur die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Schwangerschaft eintreten wird, sondern die Prognose über deren weiteren Verlauf bis hin zur Geburt. Erst die Geburt Ihres Kindes ist für Sie und für uns der angestrebte Behandlungserfolg.

 

DIR

* Das prospektive Deutsche IVF Register DIR  ist das umfassendste und strengste Register weltweit. Jeder Behandlungsfall muß bis zum 7. Stimulationstag eingegeben werden; nachträgliche Änderungen sind nicht möglich bzw. werden vom System nachverfolgbar protokolliert, was Datenmanipulation ausschließt. Die zentralen DIR-Auswertungen der einzelnen IVF-Gruppen sind das in der Berufsordnung der Landesärztekammern festgelegte Qualitätssicherungs-instrument.

(www.deutsches-ivf-register.de)

 

Mitunter sind mit idealen Teilkollektiven von Patienten sehr hohe Geburtenraten möglich. Nimmt man aber die Ergebniszahlen aller Patientenpaare über einen größeren Zeitraum zusammen, so wird ein leistungsstarkes IVF-Topzentrum mit sehr guter Ergebnisqualität überall auf der Welt bestenfalls eine Geburtenrate pro begonnenem Zyklus erzielen, die der entspricht, die in der Natur bei Paaren mit guter Gesundheit und Fruchtbarkeit möglich ist, nämlich um die 20%. Die meisten IVF-Zentren bleiben mit Ihren Ergebniszahlen weit hinter diesen Möglichkeiten zurück.

Kein IVF-Zentrum der Welt kann die Natur überflügeln: Über 50% der Eizellen bei erst 35-jährigen Frauen haben Chromosomenfehlverteilungen, werden also nach Befruchtung zu Grunde gehen, vgl. Polkörperdiagnostik. Dazu kommen Verluste durch Befruchtung gesunder Eizellen mit chromosomal defekten Spermien und Verluste durch Chromosomenfehlverteilungen in der weiteren Entwicklung der frühen Embryonen. Nur wenige Vorkernstadien haben das Potential, zu einer Blastozyste (Embryo 5 Tage nach der Befruchtung), noch weniger das Potential, zu einem Kind zu werden. Im statistischen MIttel haben von fünfzehn Vorkernstadien nur drei das Potential der Entwicklung zur Blastozyste. Von drei Blastozysten wiederum hat nur eine im statistischen Mittel die Potenz, bleibendes menschliches Leben, ein Kind, zu werden.

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